Lebensmittelanalytik - Lebensmittelhygiene

Die Lebensmittelhygiene ist definiert als die Summe der erforderlichen Vorraussetzungen und Maßnahmen zur Gewinnung, Verarbeitung, Lagerung und Verteilung von Lebensmitteln, um genusstaugliche, gesundheitlich unbedenkliche und zum Verzehr durch Menschen geeignete Erzeugnisse zu erhalten. Die mikrobiologische und physikalisch-chemische Lebensmittelanalytik stellt hierbei nur ein Glied in der Kette an Maßnahmen zur Lebensmittelhygiene dar.

Der Verderb von Lebensmitteln durch das Wachstum unerwünschter Keime verursacht gesundheitliche Probleme, Qualitätseinbußen der Produkte und auch erhebliche wirtschaftliche Schäden. Dabei beginnt die Lebensmittelhygiene nicht erst beim verpackten Produkt, das der Verbraucher im Kühlschrank aufbewahrt. Das Produkt kann zu diesem Zeitpunkt bereits durch Keime verdorben sein, die zu einem wesentlich früheren Zeitpunkt in das Produkt gelangt sind.

Der Einsatz der Hygiene sollte bereits bei der Gewinnung der Ausgangsprodukte beginnen. Er setzt sich fort bei der weiteren Verarbeitung und Handhabung, Lagerung, Verpackung und Verteilung der Produkte. In jedem dieser Schritte sind die Einhaltung und Überprüfung hygienischer Bedingungen notwendig, um zu vermeiden, das sich die hierbei begangenen Fehler wie auch die Keime im Endprodukt wiederfinden. Die Lebensmittelskandale der letzten Zeit verdeutlichen die Konsequenzen einer nachlässigen Lebensmittelhygiene. 

Ein umfassendes Konzept der Lebensmittelhygiene sollte die nachfolgenden Bestandteil haben:

  - Bestimmung mikrobiologischen Hygiene-Parameter in Rohstoffen und vertriebsfertigen Lebensmitteln

  - Hygiene- und Reinigungsüberprüfungen der Produktionsstätten

  - mikrobiologisch-hygienische Prozesskontrollen (HACCP)

zur Startseite